Guinea

In Guinea sind die Kinder in besonderer Weise von der Armut und der mangelnden Versorgung betroffen. Seit 30 Jahren führt Terre des hommes die Gesundheitsprogramme für Mutter und Kind, diejenigen für die gesonderte Pflege, Wasser, Hygiene und Pflege und betreffend Zugang zur Justiz. Wir begünstigen elementare Mitarbeit und unsere Aktionen setzten einen besonderen Schwerpunkt auf Nähe zu den Familien und den Hilfsvereinen.

Was wir tun

Gesundheit von Mutter und Kind

Ein besonderer Akzent liegt in der Betreuung der Fehlernährung, insbesondere in der Unterstützung des Instituts für Ernährung und Gesundheit des Kindes (INSE) seit 2003, für durchschnittlich 450 Kindern pro Jahr. Wir überwachen auch die fortlaufende Bildung des für die Ernährung des Kindes und der Fehlernährung zuständigen Gesundheitspersonals. Die Mobilisierung von Mithelfenden und die öffentliche Information sind Teil der Strategie, um für das Recht auf Ernährung zu werben, ebenso wie für bessere Pflege- und Ernährungsgewohnheiten.

Medizinische Spezialbehandlungen

Wir kümmern uns um Kinder aus benachteiligten Gegenden, welche schweren Kranheiten und Beschwerden leiden. Da eine operative Intervention vor Ort unmöglich ist, werden sie nach Europa tranferiert und dort gepflegt. Nach der Rückkehr werden sie bei der schulischen Wiedereingliederung unterstützt. Gleichzeitig kämpft unser Team gegen die ätzende Stenose der Speiseröhre beim Kind – eine Folge der Einnahme von Ätznatron - indem die Öffentlichkeit sensibilisiert und das Personal weitergebildet wird. Wir stärken das Gesundheitssystem vor Ort mit dem Ziel, dass die von einer heilbaren Krankheit betroffenen Kinder in Ihrem Heimatland behandelt werden können.

Kinderschutz

Unser Team stärkt die Kapazitäten der Mitarbeitenden im Einsatz für den Schutz des Kindes und entwickelt Schutzsysteme im Land. Wir kämpfen gegen Gewalt basierend auf einer Nichtgleichstellung der Geschlechter, worunter insbesondere die Mädchen zu leiden haben. Wir stellen eine medizinisch-rechtliche Unterstützung bereit und die Kinder, welche Opfer von Gewalt sind, werden angehört und profitieren von einer psychosozialen Begleitung. Es finden Hausbesuche statt um die Familien anzuhören und zu beraten. Wir helfen jenen Kindern auch bei der Wiederaufnahme der Schule oder beim Starten einer beruflichen Ausbildung.

Zugang zur Justiz

Seit fast 20 Jahren, kümmern wir uns um die Rechte der Minderjährigen im Konflikt oder im Kontakt mit dem Gesetz. Wir organisieren monatliche Treffen mit unterschiedlichen Mitarbeitenden des Landes und aus dem Ausland aus dem Gebiet der Justiz und dem Schutz des Kindes. Wir werben mittels staatlicher Unterstützung für die Anpassung des Codes des Kindes – überarbeitet mit der Unterstützung von Tdh – welche die Verbesserung der Situation der inhaftierten Jugendlichen erlauben wird.

Joseph lebt in einem Dorf rund hundert Kilometer von der Hauptstadt entfernt. Der Zweijährige ist nur halb so schwer wie der Durchschnitt der Gleichaltrigen. Seine verzweifelte Mutter hatte erfolglos versucht, ihn mit Wurzeln und Kräutern zu behandeln.

Joseph, ein vormals mangelernährter Junge aus Guinea

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Terre des hommes in Guinea

Begünstigte/Leistungsempfänger im Jahr 2017

60'995

Internationale / Lokale Mitarbeiter

3 / 36

Budget 2018

CHF 2'634'171

 

Einsatzgebiete

Mit Unterstützung von

Geschichte

1987
Beginn des Einsatzes von Terre des hommes in Guinea.
2005
Lancierung eines ersten Projekts zur Verbesserung der Gesundheit von Mutter und Kind.
2011
Beginn eines Projekts zu Wasser und Hygiene.
2013
Lancierung eines regionalen Projekts zum Schutz von migrierenden Kindern.
2014
Beginn der Sofortmassnahmen gegen die Ebola-Epidemie.
2017
Beginn der Projekte PARJU.
2018
Beginn des Projektes ReCCLAS

Verlinkte Dokumente

Was wir für Kinder in Not erreicht haben: Jahresbericht 2017
Thematische Politik – Wasser, sanitäre Anlagen und Hygiene (WASH)
Programm der Spezialbehandlungen - Jahresbericht 2017
Infopage WASH_DE

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