Nigeria

Der Boko Haram-Konflikt dauert seit 2009 an, als die Jihadisten-Gruppe eine Rebellion gegen Nigeria gestartet hat. Vorallem der Nordosten ist daher von einer schweren Nahrungsmittelkrise betroffen. Die politische Gewalt in Borno vertreibt viele Familien: Sie finden Zuflucht in Lagern, wo Grundbedürfnisse nicht gedeckt werden können. Tdh bietet ihnen Zugang zu sauberem Trinkwasser sowie besseren Hygienebedingungen. Ausserdem kümmern wir uns im ambulanten Nahrungszentrum um stark unterernährte Kinder.

Was wir tun

Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene

In den Lagern für Binnenvertriebene mangelt es an sauberem Trinkwasser und Hygiene. Das Ziel vom Tdh-WASH-Projekt  (Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene) ist, den vertriebenen Familien in den Mafa-Camps in Borno Zugang zu sauberem Trinkwasser zu bieten und somit wasserbedingte Krankheiten wie Cholera zu reduzieren. Tdh baut und repariert Latrinen und Handwasch-Stationen, macht die Menschen mit dem Thema Hygiene vertraut und stellt Seifen-Kits, Eimer und Wasserspeichermaterial zur Verfügung.

Gesundheit von Mutter und Kind

Wir geben schwangeren und stillenden Frauen Zugang zur Gesundheitsfürsorge und unsere Hebammen sensibilisieren die Menschen, damit es keine Hausgeburten ohne qualifizierte Geburtshelfer gibt – was das Risiko für Krankheiten senkt. Mütter und ihre Babys können bei Bedarf ein Gesundheitszentrum aufsuchen oder erhalten Hausbesuche. Ein Gesundheitskomitee organisiert Sitzungen mit jugendlichen Mädchen zur Gesundheitsförderung von Mutter und Kind und zur sexuellen und reproduktiven Gesundheit. Diese sensibilisieren die Bevölkerung zu den Themen akute Unterernährung und Säuglings- und Kleinkindernährung. Wir behandeln auch stark unterernährte Kinder in unserem ambulanten Nahrungszentrum in Maiduguri, Borno.

Migrierende Kinder

Dank eines fünf Länder umfassenden Netzwerks werden Kinder, die ihre Heimat verlassen wollen oder müssen, permanent von unseren Sozialarbeitern begleitet und so vor dem Risiko einer Ausbeutung geschützt. Bei seiner Abreise kennt ein Kind sämtliche Anlaufstellen, an die es sich wenden kann. In diesen findet es Gehör, erhält Kost und Logis, wird behandelt und beschützt, und es kann sofort in Obhut genommen werden, falls es Opfer von Gewalt geworden ist.

Landry, ein Junge aus Benin, arbeitete in nigerianischen Steinbrüchen, bis ihn die Einwanderungsbehörde schliesslich aufgriff. Diese übergab ihn sofort an das Team von Terre des hommes, welches in Abeokuta tätig ist.

Landry, ehemaliger Steinbrucharbeiter

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Terre des hommes in Nigeria

Begünstigte / Leistungsempfänger 2017

 

26'722

Mitarbeiter im Auslandeinsatz / Vor Ort rekrutierte Mitarbeiter

 

4 / 43

Budget 2017

 

CHF 370,000.-

 

 

 

Einsatzgebiete

Mit Unterstützung von

Geschichte

2008
Start eines Projektes zum Schutz migrierender Kinder zwischen Benin und Nigeria.
2017
Beginn der Notfallintervention im Bundesstaat Borno in Nigeria, um die Bedürfnisse der durch den Boko Haram-Konflikt vertriebenen Menschen zu decken.

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